23 August 2014

Ein Flugtag in Bildern

Vergangenen Montag hatte ich, Mandy, mal wieder die Gelegenheit, neben Mathias im Cockpit zu sitzen. P2-MFG musste zur 100 Stunden-Kontrolle in die Werkstatt nach Mt Hagen und ich hatte meinerseits auch einige wichtige Gespräche bzgl. meiner neuen Rolle als Assistant Communications Officer.
Es war ein wunderschöner Flugtag mit insgesamt 6 Landungen für Mathias und 4 für mich. Aber der Reihe nach...

Über den Sepik Richtung Ambunti.
Die Seen haben kaum mehr Wasser...

In der Platzrunde über Ambunti.
Hoffentlich merkt der Traktor, dass wir im Anflug sind.
Noch ist er mitten auf der Landebahn und mäht die Centre Line… 

An der Anlegestelle sieht man, wie hoch bzw. nieder der Wasserspiegel ist.
Gleich setzen wir auf...

Ein Fuel Trollt für Ambunti.
Gar nicht so einfach, den wieder aus dem Flugzeug zu bekommen.
Mist! Jetzt hat der Flügel doch ne Macke abbekommen. Grrrrr!

Mathias erklärt, wie die Spritfässer auf dem Trollt zu sichern sind.

Der nächste Passagier wartet schon.
Ein Helikopterpilot, der für persönliche Belange mal in sein Heimatdorf reisen musste.

Die Familie verabschiedet ihn. So oft sehen sie einander nicht...

Wir müssen Höhe gewinnen! Über den Sepik Richtung Hochland.

Kunstwerk Schöpfung!
Hier sieht man, wie ein See austrocknet und interessante Muster zeichnet.

Mathias´ Arbeitsplatz! Wir sind schon in den Bergen...

Hinein ins Hochland!

Und schon sind wir wieder gelandet.
Malaumanda!

Auf dem Weg in den Garten...

Ein Babybilum in Arbeit.
Diese Frau ist schwanger und macht eine große Tragetasche für ihr Baby.

Auf der Suche nach Schatten...

Der angemeldete Passagier ist leider nicht da.
Dafür John Huttemann, ein NTM Missionar, der gerade für 2 Wochen zu Besuch in seiner alten Heimat ist.

Naja, der müsste auch mal erneuert werden...

Startposition

Die Startzeit muss notiert werden.

Wieder heißt es Höhe zu gewinnen.
Malaumanda lassen wir unter uns zurück.

Ein kleines Dorf mitten auf einem Berggrat.

Man hört uns und die Leute kommen aus den Häusern gelaufen.
Vielleicht ist das auch eine kleine Schule für die im Umland verstreuten Hütten...

Die Landschaft ändert sich. Eine Hochebene.

Einfach nur schön!

Nächstes Ziel: Kompiam

An der Flügelspitze ist das Krankenhaus. Es versorgt 40.000 Menschen!

Kurz vorm Aufsetzen...

Wir werden erwartet

Familie Conwell und neu gewonnene Freunde.
Die Einheimischen aus Mengau waren zu einem Kurs
für Gesundheitsmitarbeiter für 4 Wochen in Kompiam.

Zu viel Gepäck!
Ich entschließe mich, zurück zu bleiben, damit mehr Gepäck nach Mengau kann.

Immer wieder ein Puzzlespiel, alles Gepäck richtig zu verstauen.

Pause!

Tolle Perspektive!

Schwer beladen!

Eingang zum Missionskrankenhaus der Baptist Union.

Baustelle! Das wird mal die Küche...

Und das neue Krankenhauszimmer.
Die Architektur kommt von Engineers without Frontiers.
Die Arbeiter kommen aus der Gegend.

Im Neubau. Eine Mutter packt ihre sieben Sachen zusammen
und ist gerade entlassen worden.

Hier wird entbunden!

Das neue Labor!

Von den Missionskindern liebevoll bemalte Mülltonnen!

Während ich eine Tour über das Krankenhausgelände bekommen habe und dabei die nette Bekanntschaft von Familie Conwell gemacht habe, war Mathias in Mengau. Der Helikopterpilot meinte danach, dass er doch lieber bei seinem Helikopter bleibt, denn ihm war der Anflug auf die kurze, steile und an einem Berg liegende Landepiste auf Mengau zu schnell und spektakulär… 
Auf dem Weg zurück nach Kompiam kann Mathias noch zwei weitere Patienten aufnehmen. Wie gut, dass ich zurückgeblieben bin! 

Wir verlassen Kompiam wieder. 
Das weite Hochtal von Mt Hagen

Er lacht noch! :)

Im Anflug auf den Provinzhauptstadtflughafen Mt Hagen.
Gärten mit tollem Hochlandgemüse!

Kurz vorm Aufsetzen

Parkplatz...

Interessante Perspektive

und von vorn...

und ein bischen weiters weg… 

MAF Lager

MAF Lager


21 August 2014

Pilze!

Heute war ich mal mutig und habe Pilze auf dem Markt gekauft. Die Marktfrau hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd und die Frauen und Leute drumrum auch. Kommt halt nicht so oft vor, dass Weiße Pilze kaufen und noch dazu wissen, wo sie wachsen.
Diese wachsen nämlich im Stumpf einer abgeernteten Sagopalme und sind echt lecker! 
Dass man sie aufm Markt findet, kommt allerdings sehr sehr selten vor.
Hier ein paar Schnappschüsse bis hin zu unserm heutigen Abendessen. Lecker war´s!









Und das sagt Wikipedia...

15 August 2014

Schwarze und Weiße


Gerade habe ich ein wirklich beeindruckendes Buch zu Ende gelesen, „Canopy of Darkness“ von Jonathan Kopf. Darin beschreibt er, wie er mit seiner Frau und zwei Kindern sowie drei weiteren Familien in den Stamm der Hewa gezogen ist, deren Sprache und Kultur zu lernen, um in der Konsequenz Gottes Heilsbotschaft in der Muttersprache der Hewa zu präsentieren. Mathias wurde gerade diesen Monat in die New Tribes Mission Landeplätze von Hewa und Yifki eingecheckt, um nach wie vor Ehepaar Kopf mit Versorgungsgütern in Yifki zu beliefern.
Ein Kapitel aus dem Buch möchte ich euch gerne weitergeben: 
Später am Abend, als Eyaka mit seinem Vater allein war, als das Feuer in der Hütte schon fast am verglühen war, stellte er die Frage, die ihn schon seit Wochen nicht mehr losließ: „Wo kommen eigentlich die Womre (die Weißen) her? Ich kapier´s einfach nicht. Sie scheinen nicht wirklich stark und schlau zu sein. Und sie sind einfach so ungeschickt beim Jagen.“
Als keine Antwort kam, stütze er sich auf seine Ellbogen. Sein Vater, Loyu, saß über dem Feuer gebeugt wie in tiefer Versunkenheit. Dann räusperte er sich, spuckte ins Feuer, verharrte aber in seinem Schweigen.
„Ich meine, was hat es mit den Weißen auf sich? Die können nicht mal so einfache Sachen wir Jagen oder ein Feuer anzünden, um die Äste und das Unkraut in ihren Gärten abzubrennen.“ Eyaka wusste, dass wenn er seine Frage in der richtigen Art und Weise formulierte, er seinen Vater schon dazu bekommen wird, eine seiner Geschichten zu erzählen. 
„Ich weiß es nicht“, sagte Loyu, „aber ich habe vor langer Zeit einmal gehört, dass ihre Vorfahren früher mit uns hier in den Bergen gelebt haben.“
„Echt?“, frage Eyaka und rutschte näher zu seinem Vater ans Feuer heran.
„Es war so,“, sagte der ergraute Mann, „vor langer Zeit waren einmal zwei Brüder.“
Eyaka horchte auf. Alle guten Geschichten fingen mit zwei Brüdern an.
„Nun, als diese beiden Brüder geboren wurden, sahen sie sich überhaupt nicht ähnlich. Der Erstgeborene schaute normal aus. Seine Haut war braun und schön, und seine Nase war breit wie deine.“ Bei diesen Worten blickte Loyu zu seinem jüngsten Sohn und genoss diesen seltenen Augenblick der Verbundenheit.
„Der erste Sohn war perfekt, aber als der zweite Sohn geboren wurde, war seine Mutter total verwirrt und verängstigt. Er war bleich, farblos, so wie manche unserer Schweine. Auch sein Haar war komisch, so glatt wie das Haar am Schwanz der Hunde. Sie war schockiert, aber sie hat das Baby nicht umgebracht. Keine Ahnung, warum nicht, aber sie hat es nicht getötet.
Als die Brüder älter wurden, wurde der ältere stark und wurde ein guter Jäger. Seine Eltern waren stolz auf ihn, weil er immer mit guter Beute vom Dschungel zurückkehrte. Aber der zweite Sohn war ganz anders. Er hing immer ums Haus herum. Er mochte es nicht, in den Dschungel zu gehen. Im Gegenteil, er saß immer nur am Feuer in der Hütte. Er war faul und weigerte sich auch im Garten zu arbeiten oder beim Hüttenbau mitzuhelfen. Er war zu nichts zu gebrauchen. Er hat nicht mal Feuerholz gesammelt um Süßkartoffeln zu kochen.
Der ältere Sohn war nicht nur ein guter Jäger, er hat auch allerlei Sachen erfunden. Er hat immer etwas zu schaffen gehabt im Hinterzimmer der Hütte. Er machte Dinge, die noch nie zuvor ein Mensch gesehen hatte.“
„Was zum Beispiel?“, unterbrach Eyaka.
„Er machte eine Decke und er machte Hosen. Er machte einen Kochtopf. Seine Mutter war richtig stolz auf ihn. Und dann baute er eine Axt und eine Machete. Die Eltern mochten ihren Sohn so sehr.
Aber damit nicht genug. Er baute noch mehr Sachen. Er baute einen Jeep, dann einen Helikopter und dann sogar ein großes Flugzeug.“
„Wow! Der hatte es aber echt drauf!“, sagte Eyaka begeistert, das Glühen des Feuers in seinen Augen.
„Die Sachen, die er machte, waren sehr gut. Er entwickelte extra eine Kette und ein Vorhängeschloss, damit er all die Sachen sicher in seinem Hinterzimmer einschließen konnte. Den Schlüssel bewahrte er in einer eingenähten Tasche in seinem selbst gemachten T-Shirt auf.
Die Zeit verging. Und der faule bleiche Bruder wurde neidisch. Er wollte all die tollen Dinge sehen, die sein Bruder weggeschlossen hatte. Er wollte den Jeep fahren und das Flugzeug fliegen. Eines Nachts schlich er sich deshalb an seinen schlafenden Bruder heran, ganz vorsichtig und leise. Er ließ seine Hand in die Brusttasche gleiten und entwendete den Schlüssel. Er schlich zur Tür, schloss sie auf und trat ins Hinterzimmer. Er fing an, all die verschiedenen Dinge anzuprobieren. Er schwan die Axt ein paar mal. Er probierte die Hosen an. Er fühlte die Wärme der Decke. Aber dann galt alle seine Aufmerksamkeit dem Flugzeug. Er kletterte ins Cockpit, startete den Motor und flog ein wenig herum. Und dann, weißt du, was der faule Sack als nächstes tat?“
„Was?“, fragte Eyaka ganz gebannt.
„Er lud alle Dinge ins Flugzeug. All die tollen Sachen, die sein Bruder erfunden hatte. Er hat sogar den Jeep ins Flugzeug gefahren. Dann, als alles komplett eingeladen war, flog er los.“
„Was?“
„Ja, wirklich. Er flog auf und davon, verließ seine Familie. Er flog und flog und flog bis er in einem anderen Land ankam. As er dort landete, hat er seine eigene Familie gegründet und da er herausgefunden hatte, wie sein Bruder all die tollen Sachen angefertigt hatte, tat er es im gleich und von da an hatten er und seine Familie ein gutes Leben.
Der andere Bruder jedoch, war total fertig. Er war am Ende. Er war so enttäuscht und verstört, er konnte sich absolut nicht mehr erinnern, wie er all die Dinge gemacht hatte. Eines Tage war er so wütend, fasste eine dicke Liane, die von einem massiven Würgefeigenbaum herunterhing und zerrte unablässig an ihr. Er riss sie so stark vor und zurück, dass der Untergrund sogar zu wackeln anfing. Das war das allererste Erdbeben. Seit jener Zeit, immer wenn er sich daran erinnert, dass sein fauler Bruder ihm alles weggenommen hatte, geht er zurück zur Würgefeige und schüttelt sie. Und dann fühlen wir ein Erdbeben.“
Eyakas Augen waren weit aufgerissen. „Aber warum gibt der faule Bruder nicht einfach all die Sachen, die er gestohlen hat, zurück?“
„Ich weiß es nicht. Ich verstehe auch nicht, warum der erste Womre so egoistisch war, und ich verstehe auch nicht, warum die Womre heute immer noch so knausrig sind.“
Loyu schaute seinem Sohn in die Augen, „Sei einfach immer weiter so nett und freundlich zu den Womre, damit sie eines Tages Mitleid mit dir haben und anfangen, dir die Dinge zurückzugeben, die ihre Vorfahren von uns gestohlen haben.“
Dieses Kapitel über uns Weiße war für mich sehr sehr interessant und augenöffnend. Das Leben und die Kultur in Papua Neuguinea zu verstehen ist so schwer und nur zu oft schütteln wir in Unverständnis unsern Kopf oder meine alles besser zu wissen, die Lösung für Probleme parat zu haben. Die Zusammenarbeit hier vor Ort mit unterschiedlichen Missionaren ist uns immer wieder ein Augenöffner. So war es auch dieses Buch. Eyaka war ein Hewa Jugendlicher und wurde im Laufe der Jahre zu Jonathans Sprachhelfer und gutem Freund. Nur durch das Miteinander leben und arbeiten im Hewa Stamm und die über die Jahre entstandenen Beziehungen gewinnt man Einsichten in das Denken und Leben der Einheimischen hier vor Ort. Wenn Mathias als Pilot zu den verschiedenen Plätzen kommt, reicht es eigentlich nur für einen Smalltalk. Erstaunt war ich über den Kommentar eines anderen NTM Missionars, als ich ihm von meinem Leseabenteuer und gerade diesem Kapitel erzählte: „Auch viele Leute hier in der Stadt, hier in Wewak, haben genau dieses Denken über uns Weiße.“ ...
Wer sich vom Englischen nicht abschrecken lässt, dem sei dieses Buch wärmstens zu empfehlen! Es gibt tiefe Einsichten in die Dunkelheit hier im Dschungel Papua Neuguineas und in die Sehnsucht der Menschen nach Befreiung von ihren Ängsten und Ritualen. Und es bietet viel Stoff zum Beten!

Danke, wenn ihr weiterhin im Gebet an uns und die vielen anderen Missionare denkt, die hier in PNG ihren Dienst tun, um den Baldachin der Dunkelheit zu zerstören, damit sie befreit im Licht Jesu leben können.


06 August 2014

Ol ples balus blong PNG

Hier mal ein Artikel auf Tok Pisin zur Lage der Landeplätze in PNG. Viel Spaß beim Lesen. Am besten tut ihr es laut!  ;)

Ol ples balus blong rurel PNG i nidim bikpla halvim
Updated 1 August 2014, 17:24 AEST
Kenya Kala

Moa long haf blong 700 ol liklik rurel ples balus i nidim bikpla maintenans wok na em i hat long ol liklik balus olsem Twin Otter iken igo long kisim pasindia, kako oa kisim ol sik pipol igo long hausik long taun.
PNG igat 21 nesinol ples balus na samting olsem 700 liklik ples balus em i save sevisim ol longwe rurel eria blong kantri.

Moa long haf blong displa 700 ples balus i nidim bikpla bikpla maintenans wok bikos ino gat wanpla ofis i lukautim na planti blong ol ino gutpla long ol liklik Twin Otter balus iken igo longen.

Long 1970's na '80s', displa ol ples balus longwe long wanpla bik-taun i save wok wea ol misin na gavman wokman wantaim ol vilis pipol i save klinim na katim gras na lukautim.
'
Nao, planti blong ol i nidim bikpla halvim tru.

John Bromley, em i nupla CEO blong nupla non-profit laen - Rural Airstrip Agency oa RAA.

Displa laen, em PNG Gavman i givim tok orait longen long 2013, igat wanpla bikpla wok na salens blong bungim olgeta 'stakeholders', olsem ol misin, gavman na ol pipol blong ples long stretim gut ol ples balus long larem ol liklik balus olsem Twin Otter igo long kisim pasindia, kako oa halvim sik pipol.
"Mipla toktok wantaem nesinol gavman, provinsol gavman na lokol level gavman na mipla kisim moni ikam long ol pinis na displa halvim moni, mipla laik stretim gut ol ples balus long longwe eria blong PNG bikos, displa ol ples balus, em ol i op nao, ino gat pipol long katim gras, ino gat pipol long lukautim ol."
"Displa mipla laik wokbung wantaem olgeta 'stakeholders' long stretim gut ken ol ples balus long rurel eria blong kantri,: Mr Bromley i tok.

04 August 2014

Bewegende Momente

Seit Mai bin ich, Mandy, mit viel Eifer dabei, einen monatlichen Rundbrief für MAF PNG zusammenzustellen, der Neuigkeiten aus den verschiedenen Abteilungen sowie Ereignisse aus dem Flugbetrieb oder aus der Mitarbeiterschaft kurz und bebildert enthält.
Außerdem brauche ich spitze Ohren und teilweise auch meine „Spione“, um spannende Flugeinsätze von MAF als Einzelberichte aufzuarbeiten. Diese Berichte werden auf der MAF PNG Webseite veröffentlicht sowie an die MAF International Zentrale weitergeleitet, sodass andere MAF Gruppen weltweit diese Geschichten für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden können.

Hier einige Links zu kürzlich von mir veröffentlichten Berichten für MAF PNG. Einfach auf die Überschriften klicken. Wie gesagt, die Berichte gibt es nur auf Englisch… 

Impressive Moments
Four young Americans are exploring mission work with NTM using MAF to get where they need to.



A particularly fulfilling weekend
A dedication of a NEW Testament into the heart language of one tribe is something worth to celebrate.




When the Call comes
Doing a snake-bite medevac is a slightly different way to celebrate a wedding anniversary.


01 August 2014

Arthrose im Busch

Auf dem Weg zur Park-Position ist Flugzeug eingesunken!
Es gab viel Regen in den vergangenen Tagen. Und nun viele Helfer,
meinen Flieger wieder auf festen Untergrund zu manövrieren.
Nachdem ich eine volle Flugzeugladung Versorgungsgüter für die New Tribes Mission Familien in Munbil abgeladen hatte und das Flugzeug auch wieder auf festem Untergrund stand (), füllte sich mein Flügzeug für den nächsten Sektor mit Passagieren: Drei Einheimische mit ihren jeweiligen Begleitpersonen wollten ins Krankenhaus nach Telefomin. Sie alle hatten versteifte Kniegelenke. Ein älterer Mann konnte seine Beine gar nicht mehr strecken und wurde in sitzender Haltung zum Flugzeug getragen. In Telefomin musste dann der Gepäckwagen herhalten, um die Patienten zum Krankenwagen zu transportieren. 

Ankunft in Telefomin.
Vom Flugzeug auf den Gepäckwagen in den Krankenwagen ...
Ein jüngerer Mann konnte noch mit Hilfe eines Stocks aufrecht gehen. Das Krankenhaus im Hochtal von Papua Neuguinea hat nur begrenzte Möglichkeiten. Es gibt einen einheimischen Arzt, der die Diagnose stellt und über Behandlungsmöglichkeiten entscheidet. Auf die Meinung eines Spezialisten müssen meine Passagiere jedoch verzichten, ebenso auch auch Physiotherapie. Ich frage mich schon, wie ihnen geholfen werden kann 

Irgendwie haben wir trotz allem Spaß!

06 Juli 2014

Melanesisches Festival in Wewak

Papua Neuguinea feiert zzt. das 5. Melanesische Festival. Gestern begannen die Feierlichkeiten in Wewak. Natürlich mussten wir da auch hin. 
Es war alles sehr sehr geordnet, ruhig und irgendwie kam keine so richtige Festivalstimmung auf, wie wir es von Goroka kannten: Gorokashow 2009

Leider war das Wetter nicht ganz so optimal. Der Himmel grau und bedeckt. Alles komplett windstill. Anfangs zumindest. Das ist ungewöhnlich und hielt leider auch nicht lange an. Es folgten ein paar leichte kurze Schauer, aber das macht bei knapp 30ºC eigentlich nicht viel aus. Aber dann, innerhalb von fünf Minuten nahm der Wind mit einem mal richtig zu und der Himmel konnte sein Wasser auch nicht mehr länger zurückhalten. Wir waren komplett eingeweicht! … und sind dann auch nach Hause. Unter die warme Dusche und dann zu unseren Nachbarn zum Pfannkuchenkaffeemittagessen.

Hier ein kurzer Bericht, was uns noch entgangen ist: http://www.pngloop.com/2014/07/05/sir-michael-escapes-unhurt-traditional-roof-collapses/

Und hier ein paar fotografische Eindrücke von Wewak: 

SingSing Gruppe aus Madang


Freundlichkeit!
Nachbildung eines Haus Tumbuna
(Ahnen-Männer-Zauber-Haus)

Schnitzereien am Eingang

letzte Arbeiten am Eingang eines anderen Tambuna-Hauses

Rituelle Masken, benutzt für verschiedene Zeremonien

Geschmückt. Aber glücklich?!

Traurige Gesichter

Masken am Eingang eines weiteren Tambuna-Hauses

Ein Bilum, mit Dreck beschmiert und frischen Blättern verziert. Was ist da drin, wollte ich wissen. Nach der Geburt eines Kindes wird die Plazenta darin aufbewahrt. Ein Ritual aus der Vergangenheit. Wirklich?!

Einmarsch zum SingSing

traditionell gekleidete Frauen.
Scham in Bezug auf den Oberkörper kennt man hierzulande teilweise nicht.

Fotoshooting einer SingSing Gruppe.

Kritischer Blick aus der Ferne.

Glücklich!