21 Mai 2014

Ausflug in die Vergangenheit

In unserem letzten Rundbrief hatten wir erwähnt, dass MAF PNG sich auf Ende 2013 von einem bewährten Arbeitsmittel getrennt hat: allen Cessna 206:
Ausflottung der letzten Cessna 206 
 Am 29. Dezember 2013 wurde die letzte auf MAF PNG registrierte Cessna 206 nach Australien geflogen, um dort verkauft zu werden. Über Jahrzehnte war die C206 ein echtes Arbeitstier für MAF hier in PNG, wurde nun aber durch eine Flotte der Airvans GA8 ersetzt.
Mathias ist die C206 nur für Trainingszwecke in Australien geflogen, jedoch nie hier im Land. Zuerst flog er die Twin Otter und nun den Airvan, auf dem er bald seine 2000. Flugstunde in sein Logbuch eintragen kann.

In Simbai, 20. Dezember 2007. 
Wir sind Passagiere in der C206 und auf dem Weg nach Madang. 
Drei Tage später verloben wir uns ...
Wir haben mittlerweile auch einen großen englischsprachigen Freundeskreis und es es interessant, wie über die Jahre die Kontakte zu verschiedenen Leuten entstanden sind. Aber das ist eine andere Geschichte...
Jedenfalls kam es, dass wir vor 2 Jahren eines Tages eine Email von einem Ian W. Stacy aus Australien erhielten, der sich uns als Ex-MAF Pilot vorstellte und mittlerweile um die 80 Jahre ist. Immer wieder findet er einen Anknüpfungspunkt in unserem M&M Flight Recorder und erzählt von seinen Erfahrungen hier im Land zwischen 1960 und 1968. So auch dieses mal...
„Gegen Ende August 1967 gab es eine der bedeutendsten Änderungen im Wapenamanda Programm. Max Meyers kam von Wewak geflogen und zwar in einer neuen Turbo geladenen Cessna TU206, VH-MFH, der ersten Cessna dieser Art in unserer MAF Flotte. Die Veränderungen im Flugverhalten waren vom ersten Flug an deutlich zu spüren.“
Ian machte einige normale Flüge im Wapenamanda Programm, erinnert sich aber speziell an einen seiner ersten Flüge von Wewak zurück ins Hochland, nachdem die Maschine für eine Inspektion in Wewak war. Er hatte eine volle Ladung Lebensmittel für eine Missionsstation in Kandep geladen. 
„Über das CRMF Netzwerk rief ich die Missionstation in Kandep und erkundigte mich nach dem Wetter. „Es ist recht wolkig hier, aber man sieht durchaus blauen Himmel.“ Das hörte sich doch ganz gut an. Aber als ich die Funksprüche anderer Maschinen auf meiner Route  südlich von Wewak mithörte, realisierte ich, dass manche echt Probleme mit dem Wetter hatten, tiefhängende Wolken und Regen im Lagiap Flusstal. Immer wieder korrigierten die Piloten ihre Landezeiten für ihre Zielflugplätze nach hinten, addierten immer ein paar Minuten zu ihrer Flugzeit. Auch auf meiner Route waren viele Wolken, deshalb stieg ich bis auf 14.000 Fuß und nutze die im Flugzeug eingebaute Sauerstoffversorgung für mich.“
Madang Flight Service schien wurde auch immer routinierter, die verzögerten Landezeiten der verschiedenen Flugzeuge, die allesamt Schwierigkeiten mit dem Wetter in niedriger Flughöhe hatten, aufzunehmen.
„Wegen der höheren Fluggeschwindigkeit, die durch Fliegen in größeren Höhen entsteht, rief auch ich über Funk Madang an, um meine Landezeit jedoch nach vorne zu korrigieren. Mandang rief zurück und fragte: „Landezeit bitte bestätigen.“ „Positiv!“
Ian flog mit seiner neuen Turbo C206 also nicht nur höher als alle anderen Piloten, sondern genoss förmlich die neuen Flugeigenschaften und seine Vogelperspektive über all die anderen Piloten, die sich um und unter den Wolkentürmen verzweifelt ihren Flugweg suchten.
VH-MFH_Photo Brierley Bailey



13 Mai 2014

Startschwierigkeiten

Das Programm für Freitag den 25. April war eigentlich ein kurzes Programm. Von Wewak, nach Ambunti, dann Blackwara, Hauna und Wewak. Der Flug von Wewak an der Küste nach Ambunti in der Mitte des Sepik-Beckens ist ein 40 Minuten Flug. Die höchsten Hindernisse sind das Küstengebirge bei Wewak mit ca. 500 Meter und der gleich hohe Berg Townsend, an dessen Fuß Ambunti liegt. In 1,3 Kilometer Höhe fliegt das Flugzeug am Morgen durch ruhige Luft, die noch von keiner Thermik oder sonstiger Verwirbelung gestört ist. Eigentlich ein guter Start für einen kurzen Flugtag. Eigentlich …

Landeanflug auf Ambunti

In Ambunti war nur ein kurzer Stopp geplant, um Fracht auszuladen. Dann sollte es gleich weiter gehen. Daraus wurde aber nichts. Ein Passagier aus Wewak hat es sich wieder in der Kabine auf seinem Sitz bequem gemacht und wartete gespannt auf den Weiterflug nach Blackwara. Er ist ein Einheimischer, der schon öfters mit MAF geflogen ist. Mit der Ruhe der Einheimischen beobachtet er, wie ich die Kabinentüre schließe und auf dem Pilotensitz Platz nehme. Mit dem Umlegen der Hauptschalter an der Decke fangen die Lüfter an zu surren und ein paar Lichter im Cockpit leuchten auf. Das Geräusch der Kraftstoffpumpe ist ein unangenehm hohes Surren, das normalerweise nur für 3 Sekunden zu hören ist. Dann rufe ich „Clear Prop“, was soviel heißt wie: „Achtung der Propeller dreht sich gleich!“, und der Startermotor beginnt die schwere Arbeit, den Propeller mitsamt den ganzen Innereien eines Sechs-Zylinder-Motors zu drehen. 

Pilot und Passagier erwarten, dass der Motor gleich mit einem mächtigen Schütteln erwacht und seinen lärmenden Dienst an der Flugzeugnase aufnimmt. 10 Sekunden verstreichen, ohne dass eine Zündung in einem der sechs Zylinder den Startermotor befreit.  So was passiert schon mal, wenn der Motor nach einem 40 Minuten Flug heiß ist und der Kraftstoff in den Benzinleitungen verdampft, bevor er in die Zylinder kommt. Piloten nennen das „Dampfblasenbildung“. Wenn das passiert, kommt zu wenig Kraftstoff in die Zylinder, um ein zündfähiges Gemisch aus Kraftstoff und Luft zu produzieren. Gut, dann probieren wir es noch einmal.

Wieder surrt die Kraftstoffpumpe für drei Sekunden und ich rufe mein „Clear Prop“. Wieder verrichtet der Startermotor seinen Dienst und dreht die 300 PS Maschine für den Start. Der Hersteller hat eine maximale Startdauer von 10 Sekunden vorgeschrieben, damit der Startermotor nicht überhitzt. Nach Ablauf der Zeit braucht der Starter eine Erholungspause von 20 Sekunden. Es kommt nicht auf die Sekunde an, aber das Prinzip soll die Lebensdauer aller am Startprozess beteiligten Komponenten erhöhen. 

Wieder keine Zündung in den Brennräumen. Der Passagier fragt nervös in der Ausdrucksweise der Papua Neuguinesen, ob der Motor eine „Krankheit“ hat. „Ja, ja“ antworte ich, „aber es ist nur eine kleine Krankheit. Bestimmt springt der Motor gleich an“. 

So schnell sollte es aber nicht gehen. Nach sechs erfolglosen Startversuchen schlägt der Hersteller in seinem Flughandbuch vor, dass man dem Motor eine 30-minütige Pause gönnt, bevor man wieder für sechs mal 10 Sekunden den Starter bedienen darf.

Also gönnen sich Pilot und Passagier 30 Minuten an der „frischen“ Luft (35ºC oder mehr...). Ich schraube die zwei Motorhauben ab, damit der Motor besser abkühlen kann. Die Zylinder sind noch heiß vom Flug von Wewak nach Ambunti. Weil Piloten gerne messen, gibt es ein elektronisches Motor-Daten-Überwachungsinstrument. Das Instrument verrät mir, dass die Zylinder noch ca. 140 ºC haben. Ganz schön heiß. Nach ca. 30 Minuten Abkühlphase liegt die Temperatur gerade mal bei 80 ºC. Das ist doch jetzt schon ganz schön kalt, denke ich mir und scheuche meinen Passagier wieder auf seinen Sitzplatz. Schnell, schnell, wir haben schließlich schon eine Menge Zeit verloren. Wenn ich jetzt starte, dann komme ich um 14 Uhr in Wewak an und bin fertig für die Woche.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Motor schwer anspringt. Aus vergangenen Erfahrungen weiß ich, dass es ein paar Tricks gibt, mit dem man den Motor überlisten kann. Die Kraftstoffpumpe surrt wieder unangenehm hoch und diesmal für ein paar Sekunden länger. Mein Passagier ist diesmal gespannt und beobachtet ruhig, wie ich den Starter betätige und sich der Propeller dreht. 10 Sekunden lang geschieht nichts anderes als das. Keine Zündung und kein Hinweis darauf, dass der Motor anspringen mag. Gut, ich habe noch andere Tricks auf Lager. Schließlich hat es früher auch schon geklappt: Gashebel ganz auf, Gashebel halb auf, Gashebel fast zu, Kraftstoff für 1 Sekunde einspritzen, für 3 Sekunden, für 10 Sekunden oder überhaupt nicht. Nichts.

Die sechs erlaubten Startversuche verstreichen, ohne das der Motor tut, was er soll. Jetzt ist guter Rat teuer und ich entscheide mich für eine längere Verschnaufspause für Motor, Pilot und Passagier. Eine Stunde lasse ich den Motor abkühlen. Ein einheimischer Polizist kommt schon an das Flugzeug und fragt mich, ob er beim Anschieben helfen kann. Nachdem ich ihm für seine Idee gedankt habe, möchte er mir eine kalte Coca-Cola kaufen, denn er war gerade letzte Woche einer meiner Passagiere. Ich freue mich schon auf eine Erfrischung.

Offene Motorhaube meiner GA8 (hier in Hauna)

Inzwischen habe ich mein restliches Flugprogramm für den Tag für gestrichen erklärt und bespreche mit meinem Passagier, dass, wenn der Motor jemals wieder anspringen sollte, dann werden wir umkehren und wieder nach Wewak zurückfliegen, wo wir vor gut drei Stunden gestartet sind. Über das Handy gebe ich meiner Base in Wewak Bescheid, dass ich feststecke und so lange probiere, bis ich den Motor starten kann. In Ambunti zu übernachten ist nicht das schlechteste. Dort gibt es eine Missionsstation, die von einem kanadischen Ehepaar betreut wird. Ich könnte also mit einem Bett rechnen und vielleicht auch mit etwas zu essen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass ein kalter Motor am Morgen besser anspringt als tagsüber. Die tagsüber 40 ºC Außentemperatur sind schließlich erheblich.

Schade nur für den Passagier, der wegen technischen Schwierigkeiten nicht zu seinem Ziel kommt.

Ich mache mich an die nächste Startversuchsreihe. So lange die Batterie noch mitmacht, gebe ich nicht auf. Wenn der Motor anspringt, dann kann die Batterie wieder laden. Wieder durchlaufe ich die normalen Startprozeduren und höre zum ersten Mal seit über drei Stunden so etwas wie eine Zündung. Ein „Plopp“ im Auspuffkanal, dann ist alles wieder wie zuvor. Das Surren der Kraftstoffpumpe und das Orgeln des Anlassers. Ich versuche es gleich noch einmal und übersehe dabei bewusst die vom Hersteller empfohlene Startverzögerung. Irgendwann, wenn die normalen Prozeduren nicht mehr funktionieren, dann müssen neue Prozeduren her. Ich kann dem Motor einen doppelten „Plopp“ entlocken und dann noch ein bisschen mehr. Plötzlich springt die Maschine an. Ich bin ganz fassungslos und kann es selbst kaum glaubne. Was um alles in der Welt hat die Maschine daran gehindert, vor drei Stunden anzuspringen? Ich weiß jetzt auch nicht so genau, was ich machen soll. Die Maschine läuft im Leerlauf und die Kabinentür ist noch auf, damit der Passagier keinen Hitzekoller bekommt. Ich lasse alles so, wie es ist und freue mich erstmal an dem kühlen Propellerwind, der durch meine offene Pilotentür weht. Ich checke die Batterie und sehe einen exorbitanten Ladestrom, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Besser, ich schalte jetzt keine elektrischen Geräte an, um die Lichtmaschine nicht noch mehr zu belasten. Kann die Lichtmaschine eigentlich Feuer fangen, wenn sie so schwer arbeiten muss? Mir gehen da ein paar Fragen durch den Kopf, die später vielleicht relevant sein könnten. Minuten verstreichen, in denen ich die Drehzahl verändere und die Batterieladung kontrolliere. Nur nichts überstürzen. Wenn der Motor einmal läuft, dann läuft er.

Die Kabinentüre ist verschlossen und alles ist bereit für den Start. Jetzt geht es nur noch nach Hause.

Zurück an der Base in Wewak telefoniere ich mit unserem Chefmechaniker. Er erklärt mir, dass ich nur die falsche Technik angewendet habe. So etwas hört man als erfahrener GA8 Pilot nicht so gerne und ich erkläre mich dazu bereit, am kommenden Montag nochmals dieselbe Maschine zu fliegen.

Der Montag kommt.

Das Programm sieht wieder nur drei kurze Sektoren vor. Der für das Flugprogramm zuständige einheimische Mitarbeiter weiß um die Startschwierigkeiten und macht schon kurze Programme. Von Wewak nach Tinboli sind es 20 Flugminuten. Ich lande und ein Passagier steigt aus. Jetzt habe ich nur noch 160 kg medizinische Versorgungspakete für Nungwaia an Bord. Die Zeit am Boden in Tinboli ist sehr kurz. Ich steige schnell wieder ins Cockpit und versuche die Maschinen zu starten. Es dauert wieder drei Stunden, bis der Motor anspringt. Doch am Ende kommt es mir so vor, als hätte ich ein neues Geheimnis der Starttechnik entdeckt. 

Ich mache mich auf und fliege nach Nungwaia. Schließlich wartet das Krankenhaus schon ein paar Wochen auf die Nachschubmedikamente. Ich höre meinen Kollegen Brad im Sepik fliegen und funke ihn an. Er ist ganz in meiner Nähe und kann mir helfen, falls ich die Maschine in Nungwaia wieder nicht starten kann.

Rechts mein bockiger Airvan, links Brad´s Maschine.
Die Leute finden es spannend, zwei Flugzeuge auf einmal im Dorf zu haben!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mein Flugzeug in Nungwaia zurücklassen muss und mit Brad nach Wewak fliege. Weder ich noch Brad konnten den Motor zum Starten überreden. Am nächsten Tag setzt mich mein Kollege wieder in Nungwaia ab, damit ich mein Flugzeug nach Wewak zurückfliege, falls der Motor anspringt. Falls nicht, dann holt mich Brad am Nachmittag wieder ab und bringt gleichzeitig Mechaniker. Es ist gut, einen Plan B zu haben, aber diesmal muss ich nicht gerettet werden. Der Motor springt nach vier Versuchen an und ich kann nach Wewak fliegen.

Jetzt ist die Maschinen für die restliche Woche an den Boden gebunden. Die Mechaniker wollen keinen Flug mehr zulassen außer einen. Von Wewak nach Mt. Hagen in die Werkstatt und irgendwie startet der Motor zwei Tage später und nach knapp 20 Versuchen und lässt uns diesen Flug durchführen.


In der Werkstatt finden Mechaniker einen total verstellten Magneten. Da hat wohl jemand beim Hersteller eine Mutter nicht richtig angezogen. Der Fehler ist schnell behoben und die Maschine startet wieder wie an ihrem ersten Tag… 

Das Expertenteam: Bert, Trevor und sogar ein Ingenieur von Lycoming

Bert, fröhlich bei der Arbeit
Übrigens: Hier bei MAF PNG können wir dringend noch mehr Piloten und Mechaniker gebrauchen. Auch Personal in der Verwaltung und im Management. Bei Interesse meldet euch bitte bei uns oder bei MAF Deutschland.


17 April 2014

Der (fliegerische) Alltag hat begonnen


Meine fliegerische Überprüfung nach unserem Deutschlandaufenthalt fand in der ersten Aprilwoche in Mareeba, Australien statt und ich habe gestaunt, an wie viele Techniken und Routinen ich mich noch erinnern konnte. Die vier Tage haben es mir leicht gemacht, meinen Arbeitsplatz über den Wolken wieder zurück zu erobern. 

Zurück in PNG ging das Training weiter. Ich musste drei Tage noch mit Martin fliegen, dessen Aufgabe es war, mich wieder in die Routinen hier im Land einzuführen.
Am Montag war eine kurze Runde im Flachland geplant. Dienstag schaute sich Martin meine gebirgsfliegerischen Fähigkeiten an. In Duranmin konnten wir zwei Einheimischen helfen, die ins Krankenhaus nach Telefomin wollten. Einer der beiden hatte eine gebrochene Hand, beim anderen hieß es „Em i no ken pispis.“

Am Mittwoch gab es einen kurzer Flug von Wewak zum MAF Hauptquartier nach Mt. Hagen. Schlechtes Wetter als Vorboten für den Zyklon ITA im Norden von Australien kennzeichneten den Flugtag.
Donnerstag dann hatte ich meinen ersten Solo-Flugtag. Und wieder will ein Einheimischer aus einem Buschdorf ins Krankenhaus nach Telefomin, gleicher Grund: „Em i no ken pispis.“ Ich ändere dafür das restliche Flugprogramm. Dennoch kann ich Glenda aus Tekin mit nach Wewak nehmen in ihre sicher wohlverdienten Osterferien. Wir freuen uns schon, sie demnächst mal wieder zum Essen einzuladen und von ihr zu hören. Es ist immer spannend, was sie aus ihrem Alltag an der Schule in Tekin erzählt oder aus ihren früheren Jahren in PNG, als sie noch als Bibelübersetzerin gearbeitet hat und auch viele kilometerlange Fußmärsche auf sich genommen hat. Sehr abenteuerlich!
Am Freitag war dann Erholung angesagt! Eigentlich wollten wir die Veranda streichen, aber das Wetter... Stattdessen liste ich u. a. alle Flugplätze auf, auf denen ich in den vergangenen Jahren bereits eingewiesen wurde – wo, wann, von wem. Der Chefpilot muss es wissen.
Apropo ITA ... Wellen, Wind und Meer
Dreimal am letzten Wochenende bekamen wir eine Tsunami-Warnung auf unser Mobiltelefon. Es gab Seebeben der Stärke 7+ östlich von Papua Neuguinea im Raum der Salomons. Aber jeweils innerhalb einer Stunde kam auch schon die Entwarnung. Ja, wir leben hier ziemlich dicht am sogenannten „Ring of Fire“, da, wo kontinentale Platten aufeinander treffen und ständig in Bewegung sind. 
Wer mitplotten will, dem sei folgende Internetseite empfohlen:



Ansonsten haben wir auch die Ausläufer von ITA mitbekommen, dem Zyklon, der auf die Nordküste Australiens getroffen ist. Ganz Papua Neuguinea hatte deshalb in den letzten Tagen auch sehr sehr viel Regen. In manchen Landesteilen gab es entsprechend reißende Flüsse, Straßen und Brücken sind zerstört, ganz zu schweigen von vielen Häusern und Gärten der Menschen hier – ihrer Lebensgrundlage. 
Dieses schlechte Wetter bzw. der Regen machte uns insofern auch einen Strich durch die Rechnung, dass wir unsere Veranda noch nicht wie geplant neu ölen konnten.
Aber am Meer waren wir auch schon! Zurzeit herrscht Westwind und um diese Jahreszeit sind die Wellen, die an Land treffen, noch recht stark und groß – zumindest an bestimmten Stellen in den Buchten vor Wewak. So kann man echt viel Spaß haben, sich ihnen in die Quere zu stellen oder sich auf ihnen Richtung Strand treiben zu lassen.

Mandy hatte diese Woche auch oft mehr zu kochen, da wir schon die ersten Übernachtungsgäste hatten, u. a. die neue Ground Ops Managerin von MAF PNG, die vorher den Flugbetrieb einer Militärstation auf Feuerland logistisch geleitet hat. Interessante Menschen, die es zu MAF verschlägt!

04 April 2014

Wir merken, dass wir wieder in Wewak sind, weil ...

  1. die Luftfeuchtigkeit selten unter 80% und das Thermometer tagsüber nie unter 30ºC fällt 
  2. wir selbst ohne körperliche Anstrengung schwitzen, auch wenn wir einfach nur so dasitzen 
  3. um so mehr schwitzen, sobald wir uns bewegen
  4. wir auf unseren Schweißfilm (eigentlich) noch zusätzlich Sonnencreme und Anti-Moskito-Spray auftragen 
  5. Geckos wieder über unsere Wände, Zimmerdecken und sonst wo krabbeln und deren Hinterlassenschaften überall zu finden sind, ebenso ihre Eier
  6. manche unserer Sätze Wörter aus drei verschiedenen Sprachen enthalten (Deutsch, Englisch, Pidgin)
  7. wir in der Öffentlichkeit nicht mehr Händchen halten dürfen
  8. die Lebensmittel im Geschäft das Mindesthaltbarkeitsdatum oft schon überschritten haben, aber deshalb nicht unbedingt im Preis reduziert sind
  9. Lasagneblätter mit Käferchen...
  10. zuweilen Mehl, Pasta oder ähnliches zusätzliche Proteine enthalten
  11. man bzw. Mandy unser Brot wieder selber backen muss, da es sonst nur fluffiges Toastbrot gibt
  12. Haferflocken, wenn es sie denn zu kaufen gibt, zehnmal so teuer sind als in Deutschland und alles andere im Durchschnitt etwa das Doppelte kostet als in Deutschland
  13. man in allen Geschäften seine Einkäufe in Plastiktüten verpackt bekommt und am Ausgang kontrolliert wird, ob man auch alles bezahlt hat (zumindest die Einheimischen werden kontrolliert; uns Weißen vertraut man)
  14. man von machen Dingen Hamsterkäufe macht, weil man ja nie weiß, wann diese Dinge mal wieder in der Stadt zu haben ist
  15. man ein Feuerzeug braucht, um ein Streichholz anzuzünden
  16. wir in jedem Zimmer kleine LED Lampen verteilt haben, die wir beim Stromausfall drücken können, um den Weg zur nächsten Taschenlampe bzw. zu Kerzen und Streichhölzern zu finden
  17. wir wieder auf einem Gasherd kochen
  18. wir uns in unseren vier Wänden anschreien müssen um einander zu verstehen, da der Verkehr auf der Straße vor unserem Haus so laut ist und wir die Fenster nicht schließen können und auch nicht schließen wollen
  19. der Wind direkt durch unser Haus bläst
  20. das Donnergrollen hier so laut ist, dass das ganze Haus wackelt und einem auch alle Knochen durcheinander geschüttelt werden
  21. der Kühlschrank so viel zu schaffen hat, dass er seine Umgebung auch noch heizt
  22. wir Kaffee kochen können, bis sich eine Internetseite aufgebaut hat
  23. wir unser Trinkwasser wieder durch einen Keramikfilter laufen lassen müssen
  24. wir unsere Kleidung weniger danach auswählen, was gerade in und cool ist, sondern was einen weniger schwitzen lässt 
  25. wenn wir Briefe aus Deutschland erhalten, die vor einem Jahr abgestempelt sind. Immerhin!
  26. man auf dem Markt nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch (frittierte) Sagowürmer und Fledermäuse kaufen kann  
    Sagowürmer – die wackeln noch!
  27. wir nur Kunstblumen in unserer Wohnung haben, da wir weder zusätzlich Feuchtigkeit noch Ungeziefer in unserer Wohnung wollen
  28. die Sonne morgens um halb sieben auf und abends um halb sieben untergeht
  29. wir wieder hinter einem zwei Meter hohen und zusätzlich mit Natodraht gesichertern Metallzaun wohnen
  30. nachts an den vier Ecken unseres Hauses Neonröhren brennen (ok, die beim Schlafzimmer haben wir ausgebaut...)
  31. nach einem Anruf von jemandem aus Deutschland das Ohr so schmerzt, weil man wegen der schlechten Verbindung den Hörer so ans Ohr pressen muss
  32. fast jeden Abend und am Wochenende sowieso von der anderen Straßenseite laute Lobpreismusik tönt, weil die Kirchengemeinde dort wohl gerne singt und genug Instrumente und Verstärker hat 
  33. die Waschmaschine aussieht wie eine Schleuder und man zweimal spülen und schleudern muss, damit der Dreck und das Waschpulver wirklich aus der Wäsche draußen sind
  34. wir nachts aufwachen von Geräuschen, die klingen wie ein Schuss, schlussendlich aber Mangos oder Kokosnüsse sind, die aufs Metalldach knallen
  35. Straßenabschnitte zuweilen mehr Schlaglöcher als Asphalt haben
  36. es überall Sicherheitspersonal gibt – in den Supermärkten, Banken, Apotheken, Baumärkten, Hotels und auch des Nachts auf unserem Grundstück
  37. unsere Bücher total muffig riechen
  38. wir bzw. Mandy regelmäßig unseren „Pferdestall misten muss“, sprich Zimmer für Zimmer mit Chlorwasser im Viereck putzen musst (Boden, Wände, Zimmerdecke), da überall Schimmel wächst, wenn man nicht hinterher ist 
  39. Schimmelflecken
  40. wir nicht mehr Handy sagen, sondern „Mobail“ 
  41. wir mehr Werbe-SMS bekommen als normale Textnachrichten
  42. wir wieder Tsunami-Alarm Nachrichten auf unser Mobile bekommen, da wir hier nur wenige Hundert Meter Luftlinie von der Küste entfernt wohnen
  43. wildfremde Leute einen anrufen und das zu jeder Tages- und Nachtzeit, aber schnell wieder auflegen, noch eh man abgenommen hat (die PNG-Art des Klingelputzens...)
  44. ein Vermögen an exotischen Blumen den Gottesdienstraum schmückt
  45. wir sogar das Brechen der Wellen hören können – wenn der Verkehr abends bzw. nachts fast ausbleibt
  46. das Vogelgezwitscher so laut und verrückt klingt, als wären die Spezies hier genetisch manipuliert (und so eingestellt, dass sie genau dann beginnen, wenn man das Licht im Schlafzimmer ausmacht...)
  47. man hier jeden grüßt, an dem man vorbeiläuft  
  48. zuweilen mehr streunende Hunde als Autos auf der Straße zu sehen sind
  49. alte Schiffswracks am Strand zu finden sind oder auch Unfallwagen ausgebrannt und/oder ausgeschlachtet einfach so im Straßengraben vollends verrosten  
  50. Das Schiffswrack liegt mindestens schon zwei Jahre am Stadtstrand;
    andere schon Jahrzehnte... 
  51. wir unsere Kleider wieder im Second Hand Shop kaufen (in der Hoffnung, noch etwas brauchbares zu finden…) 
  52. wir sensible elektronische Geräte (Laptops, Kameras) in einen Trockenschrank packen, damit sie nicht kaputt gehen


  53. das Müllauto noch komplett manuell funktioniert, dass heißt der Müll wird in Handarbeit eingesammelt (wenn die Arbeiter Glück haben, haben sie wenigstens Stiefel und Handschuhe an…)   
  54. Letzte Woche Sonntag um 11.30!
    Hier werden die Reste vom Samstagsmarkt aufgeräumt...














  55. vor einem plötzlich ein Schwall von rotem Etwas aus einem Auto auf die Straße spritzt und manche Wege aussehen, als ob jemand verblutet ist (in Wirklichkeit ist es rote Spucke, die beim Kauen der Betelnuss zusammen mit gebranntem Kalk entsteht. Und ihr glaubt nicht, welche Mengen Spucke die Leute in ihrem Mund ansammeln können)  
  56. rote Betelnuss-Spuren
  57.  Mathias wieder einen mehr oder weniger geregelten Tagesablauf hat und um viertel vor sieben den Compound verlässt – dazu sicher bald mehr…


27 März 2014

Tag 3 zurück in Wewak

Alle Tonnen sind ausgepackt und alles ist mehr oder weniger verräumt. Vieles ging erstmal durch die Spülmaschine – die hat hier zwei Füße und heißt so wie ich…
Jede Menge Waschmaschinenladungen warten noch, denn nach 8 Monaten Tonne hat alles diesen typischen unangenehmen muffigen Geruch.
Dann noch großer Hausputz. Der untere Stock wurde nicht vor unserer Ankunft geputzt. Der reinste Pferdestall. Jede Menge Schimmel!
Gibt's jemand, der helfen will? … in den nächsten zwei Wochen zum Putzen, später dann zum Zimmer neu streichen.

16 Januar 2014

So oder so ähnlich...


... wird es am 21. März diesen Jahres wieder aussehen, wenn wir uns in Frankfurt wieder Richtung Sicherheitskontrolle und Check-in begeben, um unseren Nachtflug nach Hongkong zu bekommen, um dann weiter nach PNG zu fliegen. Auf den Tag genau exakt 2 Jahre später, wie dieses Foto entstand:




Wer sich also wunderte, warum es auf unserem Blog in den letzten Monaten so ruhig war: Wir sind in Deutschland! 
Was als Urlaub geplant war, wurde aus verschiedenen Gründen zu einem längeren Heimataufenthalt.
Die Zeit seit verlief nicht ganz so entspannt wie erhofft. Wir haben gemerkt, wie die letzten eineinhalb Jahre in Papua Neuguinea uns leergesaugt haben, wie wir, trotz dass wir immer auch liebe und wertvolle Menschen um uns herum hatten, doch an Einsamkeit leiden, uns das viele Kommen und Gehen, Kennenlernen und Abschied nehmen anstrengt und wir es vermissen, tragfähige Gemeinschaft mit anderen vor Ort zu erleben. Hinzu kommen interkulturelle Unterschiedlichkeiten im miteinander arbeiten und kommunizieren, die es zu durchschauen und zu akzeptieren gilt und das eben in einer Umgebung, in der man immer ein Fremder bleibt und die im Spannungsfeld zwischen Steinzeit und Moderne selbst nicht klar kommt, in der Armut, Gewalt, Angst, Schmutz und Verfall einem ständig vor Augen sind – trotz aller Exotik, Palmenstrand und Meeresrauschen.
Wir waren erschöpft. Vielleicht hatten wir ein Burn-out, Mandy vielleicht ein Bore-out, da es für sie auch nicht leicht ist, Aufgaben zu finden, die sie sozial einbinden sowie intellektuell herausfordern und zufrieden stellen. Zu alledem kamen noch Sorgen und Nöte im ganz persönlichen und familiären Bereich. 
Aber eine Verlängerung unseres Urlaubes wurde auch aus medizinischen Gründen notwendig: Als Mathias in den Wochen vor unserem Abflug aus PNG einen anderen Piloten im Sepik trainierte, hat er sich beim Einsteigen bzw. Hineinziehen und -schwingen in den Co-Pilotensitz die Bizepssehne im rechten Ellenbogen angerissen. 



Bis klar war, was genau seine Schmerzen verursachte, wurde es Anfang Oktober. Der für Anfang November geplante OP-Termin musste kurz vor knapp abgesagt werden, da es noch bürokratischen Kom-munikations- und Klärungsbedarf zwischen Krankenkasse, Berufsgenossenschaft und Klinik gab. Das ließ sich dann klären und im Dezember kam Mathias unter´s Messer. Alles verlief gut, aber noch ist er krankgeschrieben und der Arm noch nicht wieder voll belastbar – was zu diesem Zeitpunkt allerdings normal ist. 
So haben wir im Prozess unsere Rückreise nach PNG bis Mitte März 2014 verschoben. Dass dies die richtige Entscheidung war, bestätigte sich am ursprünglichen Abflugtag, als wir die Nachricht vom Tod von Mandys Opa erhielten. Wir sind dankbar, dass wir in den Wochen zu vor noch ein paar schöne Stunden mit unserem Opa verbringen durften. 
Ja, und nun schauen wir nach vorn, auf unsere Rückreise nach PNG, wieder zurück nach Wewak. Bis dahin sind allerdings noch einige Hausaufgaben zu machen, damit sich die Erschöpfungssituation nicht bei der nächsten Rückkehr nach Deutschland wiederholt ...
Dies mal als kleines Update. Danke, wenn ihr uns weiterhin im Gebet die Treue haltet!

04 Januar 2014

Gute Nachrichten aus Wewak


Der Manager des Christlichen Buchladens schrieb uns kürzlich:  

Es waren zwei hektische, aber ermutigende zwei Wochen in Wewak PNG als das CBM-Team vor und nach den Weihnachtstagen zusammen arbeitete, um den Laden wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Am Nachmittag des 30. Dezembers haben wir wieder eröffnet! Und die beste Nachricht des Tages: Bibeln waren der Bestseller – Ehre sei Gott dafür!

Die beiden Fotos machen den Kontrast zwischen dem Zustand des Verkaufsraumes deutlich –  nach den Plünderern und nun das neu renovierte Geschäft.




Vor der Wiedereröffnung versammelten wir uns alle zu einer Andacht und zum Gebet. Psalm 127 erinnert daran, dass „wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten die umsonst, die daran bauen.“ Ich fand es interessant festzustellen, dass 22 Jahre nach der Eröffnung des Buchladens in Wewak in 1969,  das Geschäft 1991 durch einen Brand verwüstet wurde.  2013, wieder 22 Jahre später, wurden wir durch  Ausschreitungen und Plünderungen wieder dazu gebracht, alles zu renovieren und neu zu starten. 

Die Atmosphäre im Laden die letzten paar Tage war wunderbar, die Kunden so ermutigend, und all die Anstrengungen des Verkaufsteams haben es richtig zusammenwachsen lassen.  

Wir beten weiterhin für die Herzen der Plünderer, dass sie von Gott bis zu dem Punkt herausgefordert werden, ihr Leben komplett zu verändern, damit in Zukunft ihre Energien positiv und von ewigem Wert sein werden. 

Vielen Dank an alle, die im Gebet die Bedürfnisse der Stadt Wewak, ihrer Jugend und des CBM-Teams vor Gott gebracht haben. Wir haben uns geliebt und auf wunderbare Weise unterstützt gefühlt – eine der Freuden, zur Familie Gottes zu gehören !

Gottes Segen, 
Roger & Sharon

16 Dezember 2013

Schlechte Nachrichten aus Wewak


Bitte betet für unsere Freunde in Wewak – Kollegen von MAF und anderen Missionen sowie unsere einheimischen Freunde. Ende vergangener Woche ist die Situation in der Stadt eskaliert und Läden wurden geplündert, begonnen beim christlichen Buchladen, der einfach der erste in der Straße ist. Eine Horde junger Männer machte sich die Abwesenheit der Polizei zu nutze, die gerade interne, aber persönliche Streitigkeiten mit dem Militär zu regeln hatte. 
Hier sieht man mal wieder, wie unberechenbar der Alltag in PNG sein kann und wie Leute, die für Gesetz und Ordnung sorgen sollen, mal wieder nicht privates und geschäftliches trennen können, sich ihre Position zu nutze machen und schwupp, das Gemeinwohl aus den Augen verlieren. Und das wird sofort ausgenutzt. Jeder sucht nach dem eigenen Vorteil, ohne Rücksicht auf Verluste und unschuldige Leute. Zustände wie im Mittelalter. 
Zuweilen fragen wir uns schon, ob es eines Tages wirklich mal friedlich zugehen wird in Papua Neuguinea und das Land erkennt, wie es sich so oft selbst im Wege steht. Eigentlich ein so wunderschönes und reiches Land.
Geld und erhöhte Entwicklungshilfe wird das nicht leisten können. Allein die Menschen müssen sich von innen heraus ändern. Und das kann schlussendlich nur durch Hinwendung und Erneuerung durch den Gott der Bibel geschehen. Mögen die geplünderten Bibeln und christlichen Bücher laut reden zu denen, die sich ihrer bedient haben!

Der christl. Buchladen in Wewak von außen
So sah es einst im Kassenbereich aus ...
und so am Freitag nach der Plünderung.


Hier zwei Artikel aus der aktuellen Tagespresse von PNG:

Source: The National, Monday December 16th, 2013

 YOUTHS went on the rampage in Wewak town last Friday, looting shops and damaging property.
Police withdrew their services following a stand-off with Defence Force soldiers and the subsequent attack on two police officers outside the Wewak police station by thugs last Thursday.
Confusion and fear gripped the town as youths tried to force their way into shops and damaged public property.
The Wewak Christian Bookshop was looted and items including the Bible were stolen. Musical instruments, mobile phones, electronic de­vices and stationery were removed as well.
A number of Asian-owned shops reported that valuables were stolen.
Shops closed immediately.
Guard Dog security officers bee­fed up manpower at Tang Mow stores, the Papindo supermarket and the three commercial banks in town.
The police station in the heart of Wewak was closed. There was no police officer or  police vehicle on the streets when the youths ran riot.
Police arrived after midday in a convoy of vehicles with Maprik MP John Simon, who called on all youths to go home.
Wewak town mayor Charles Malenki, Wewak Island local level government president Pius Bugatar and Wewak rural LLG president Francis Hevu joined Simon in calming the situation.
The shops remained closed throughout the weekend except Tang Mow Supermarket, which opened for about two hours on Saturday under tight security.
Hundreds of shoppers waited outside from 7am.
Tables for women involved in informal business activities between the police station and the main market area were burnt by police.
The trouble in Wewak stemmed from an incident in which a soldier was manhandled and locked up by police last Wednesday afternoon.
Soldiers arrived at the police station on Thursday morning to discuss the matter. 

Source: The National, Monday December 16th, 2013

 MAPRIK MP John Simon has condemned the looting of the Wewak Christian Bookshop last Friday and called on youths to change their attitude and take ownership of the town.
Simon said he was ashamed by the youths ransacking the book shop and taking items, including Bibles.
He said the rampage affected businesses and caused anxiety among the people.
“If we cause these businesses and the town to shut down, where will we go,”Simon asked.
“If we go to Madang or Lae, they will not accept us because we failed to protect our own town.
“They will chase us out when we go to access services in their towns and cities.
“So I urge all youths to take ownership of this town because this is where we belong.
“We have land to farm for food and money. I call on all youths to go back to your areas and allow normalcy to return.”
The youths took advantage of the absence of police in town on Friday morning to loot the bookshop and other businesses.
The Wewak police station was closed after the officers protested the assault on two policemen in front of the station on Thursday. Yangoru-based officers Andreas Pe­ni and Herman Ko­­ni suffered injuries, while the windscreen of their vehicle was smashed. Governor Sir Michael Somare met with defence force and police representatives, acting provincial administrator Otto Ganai and mayor Charles Malenki to restore normalcy.