31 Dezember 2012

Neujahr in Wewak


Sicher fragt ihr euch, wie hierzulande das Jahr zu Ende geht. Eines steht fest: früher als bei euch!  ;o)
Mathias war heute an der Base. Jahresabschluss. Das heißt Großputz in den Ordnern, auf dem PC, in der Kasse, in den Schubladen und sonstigen Ecken des MAF Wewak Büros.
Mandy derweil hat zwischen Wäscheladungen noch ein paar Fensterbretter gestrichen und war im Gottesdienst der EBC-Gemeinde, wo unser Freund und Liebenzeller Missionar Gerhard Stamm eine interessante Predigt zum Thema „Inventur“ gehalten hat.
Eigentlich hätte das Auto noch in die Werkstatt sollen, um eine neue Sicherheitsplakette zu bekommen, da diese morgen abläuft. Tja, da müssen wir wohl übermorgen einen neuen Anlauf nehmen. Die Werkstatt hatte zu.
Ansonsten sind auch schon mal die Pizzaschnecken für das Strandpicknick morgen fertig.
Für heute Abend müssen noch Spätzle und das Blumenkohl-Brokkoli-Gemüse gekocht werden. Die Semmelknödel und das Fleisch bereitet Gerhards bessere Hälfte vor. 
So werden wir also den Abend gemeinsam mit deutschen Freunden mit einem guten Essen beginnen und das Jahr gemeinsam ausklingen lassen.

Ihr fragt nach Feuerwerk? Aber sicher doch! Das gibts hier schon seit wir Mitte November aus Cairns zurück sind. Es ist schon gar nichts Besonderes mehr. Im Gegenteil, es nervt schon. Die ganzen Böller werden über Vanimo aus Indonesien nach PNG eingeführt und entlang der Küste seit Wochen verkauft und abgeschossen. Die Leute scheinen genug Geld zu haben, dass sie es mal eben verballern. Eine 6-er Batterie kostet 30 Kina, das sind ca. 12 Euronen.
Meine Hausmeri hat einen Stundenlohn von 3 Kina und das liegt sogar leicht über dem landesweiten Mindestlohn.
Allerdings fuhr heute Mittag eine Polizei-Kolonne mit Megafon durch die Straßen: Man solle zwischen 6 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf den Straßen umherziehen. Feuerwerk darf erst um 12 Uhr gezündet werden. 
Mal schaun, wie folgsam die Leute hier sind.
Die letzten Nächte waren doch immer recht laut. Leute schärfen ihre langen Buschmesser auf dem Asphalt oder werfen Steine an den Metallzaun, zerschmettern Glasflaschen auf der Straße, grölen und lärmen im Alkoholrausch. 
Die Tage ist schon mindestens eine Buschhütte den Raketen zum Opfer gefallen. Unweit unseres Compounds wurde vorgestern Nacht auch ein Mann umgebracht. Warum auch immer. Das Krankenhaus hier hat Urlaub. Keine Ärzte da, so haben wir gehört.
Hoffen und beten wir für eine ruhige Nacht und wenig alkoholvernebelte Köpfe hierzulande. Zumindest seit Weihnachten wird offiziell kein Alkohol mehr verkauft. Aber die Leute wissen sich zu helfen. Hefe, Zucker, Bananen... 
Ein finsteres Land. 
Da gibt es am Ende nur einen, der Licht in die Nacht bringen kann und die Menschen im Herzen verändern kann – Jesus, das Licht der Welt.



In diesem Sinne grüßen wir euch herzlich aus dem fernen Papua Neuguinea und wünschen euch viele lichte und gesegnete Begegnungen und Tage in 2013.

1 Kommentar:

flieger-lupo hat gesagt…

Auch Euch beiden ein frohes neues Jahr und alles Gute für 2013!

Euer

Lupo