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07 August 2009

Überraschungen

Candlelight-Dinner kennt wahrscheinlich jeder von euch. Aber habt ihr schon mal ein Candlelight-Breakfast morgens früh im Dunkeln gehabt? Ganz überraschend hatten wir heute unser erstes – und weitere werden garantiert folgen. Warum so viel Romantik morgens um 6 Uhr mitten in der Woche? Ganz einfach: Stromausfall! Wie gut, dass noch keiner von uns unter der Dusche stand, denn da kommt das Wasser auch nur, wenn die Wasserpumpe Strom hat. Welcome on the missionfield! – Das war übrigens schon Stromausfall Nummer 2 diese Woche...


Mathias hatte gestern seinen ersten Tag im Cockpit. Auch da gabs einige Überraschungen: viermal Motorausfall in der Luft, zweimal Motorausfall gleich nach dem Start, zweimal Feuer. Sein Kapitän hat sich all diese kleinen Überraschungen ausgedacht. Mathias hatte nämlich seinen Checkflug. Den muss jeder Pilot nach einem Heimataufenthalt machen. Mathias kam mit all den simulierten Unannehmlichkeiten zurecht und ab heute sitzt er wieder ganz normal im Cockpit und fliegt als First Officer. Der Alltag hat also begonnen!


Heute ging es für ihn nach Mt. Hagen, wo er am Simulator trainieren konnte. Als er heimkam, war er bepackt mit einer großen Kiste. Nach unserm Candlelight-Dinner (der Strom war kurz vorm Abendessen wieder weg...) haben wir ausgepackt und entdeckt, dass es ein Hochzeitsgeschenk von einer Familie aus Mt. Hagen war. Welch eine Überraschung! Und das Beste daran, war das Beste darin: eine elektrische Pfanne zum Kochen und Backen. Die hat irgendwie jeder hier. In Deutschland haben wir so was noch nie gesehen. Hier in unserm Häusle war auch eine im Schrank, und als Mandy gestern Abend unsere Würstchen braten wollten, hat sie erstmal festgestellt, dass der Anschluss von Pfanne und Kabel nicht passten. Wie gut, dass man Nachbarn hat und man schnell was ausborgen kann. Und eine Pfanne für den Gasherd ist allemal besser, falls der Strom ausfällt...


Es ist echt schön zu sehen, wie Gott uns hier die ersten Tage versorgt hat. Und wir sind gespannt auf all die Überraschungen, die noch folgen werden. Wahrscheinlich wird jedoch auch die ein oder andere unangenehme nicht ausbleiben...

22 Juli 2009

Buschfeuer!

„Please go to your rooms. Close the windows and put on the air conditioners.“ So hieß es heute Nachmittag vor der Teepause. Das Feuer war schon im Seminarraum zu riechen. – Auf dem Hügel über der Tree Tops Lodge brannte es.

Soeben kommen wir von einer kleinen Shoppingtour am Fuße des Hügels zurück. Von unten konnte man gut sehen, wie der Rauch in den Bäumen hing und an ein paar ausgewählten Stellen senkrecht emporstieg.

Und als wir den Berg zur Tree Tops Lodge wieder hochstiegen, immer den Blick auf die Rauchschwaden gerichtet, sagten auf der Veranda sitzende Leute „No worry, it´s a planed fire“, also ein kontrolliertes Feuer. Deshalb sah man auch keine Flammen hochschlagen. Weiter sagte der Mann, dass sie so etwas in der Trockenzeit nie tun würden; zzt. sei dies nichts ungewöhnliches. Also vertrauen wir darauf, dass wirklich alles unter Kontrolle ist, wenn sich nun hier der Tag langsam dem Ende neigt.