18 Oktober 2010

Eine Oase

Ab und an entfliehen wir mal für ein paar Stündchen der papuaneuguinesischen Wirklichkeit und gönnen uns ein Lunch @ Poolside im besten Hotel von Wewak.

Die Zimmer können wir uns zwar nicht leisten und brauchen wir ja auch nicht, aber ab und an ein Lunch oder ein Abendessen ist drin. Preis-Leistungsverhältnis bei Speisen und Getränken ist echt in Ordnung. Ein dicker Burger oder ein doppeltes Sandwich mit Pommes kostet umgerechnet bisschen was über 5 Euro, ein Abendessen 12,50 Euro. Und da stehen dann so Sachen wie Meeresfrüchte, Krokodil, Känguruh, Lamm, Schwein oder Rind zur Auswahl. Und das Ambiente stimmt auch: weiße Tischdecken, Besteck für ggf. mehrere Gänge, eine Orchidee aufm Tisch (in einer IKEA Vase!) und man bekommt sogar ein kleines Häppchen gereicht, während man auf das Dinner wartet. Alles natürlich im klimatisierten Raum. Vanilla Room heißt er. Nur der Wandschmuck erinnert einen daran, dass man immer noch in PNG ist: Muschelketten und andere Schmuckgegenstände der Küstenleute.

Und gleich um die Ecke genießt man einen wunderschönen Ausblick über die Wewak vorgelagerten Inseln. Heute haben wir sogar eine Delphinschule im Wasser sich tummeln gesehen.

Zwillings Update

Ich, Mandy, war diese Woche noch einmal im Krankenhaus. Der Sicherheitsdienst hat mich nur ungern eingelassen. Kurz vorher ist ein Mann seinen Verletzungen von einer Straßenschlacht erlegen und nun befürchtete man Unruhen. Die Siedlung vorm Krankenhausgelände war menschenleer. Man hatte Angst, dass sie abgebrannt würde. Eine der Parteien kam von da... Jaja, so läuft das in PNG und die Polizei ist zuweilen ziemlich machtlos. War irgendwie eine gespenstisch unheimliche Stimmung...

Zurück zu den Zwillingen: Beide sind wohlauf, ebenso die Mutter. Gestern rief uns der Vater an. Laut Arzt können sie wohl entlassen werden. Er fragte nach einem Flug zurück nach Anguganak. Mal schaun, ob´s diese Woche programmtechnisch noch klappt. Das Gute wiederum hier an den Krankenhäusern: auswärtige Leute können auch etwas länger bleiben selbst wenn es medizinisch nimmer notwendig ist.

Ich hatte noch ein paar Sachen zum Verteilen für die anderen Mütter dabei (Leider nicht genug...). Traurig war, dass ein Baby wohl kurz vorher auch gestorben ist. Das hat mich zeimlich betroffen gemacht, zumal ich dann auch an eine gute Freundin hab denken müssen, der es ähnlich ging.

Ich weiß nicht, ob ich es noch mal schaffe, die Familie im Krankenhaus zu besuchen. Unser Compoundbus ist defekt und muss erstmal in die Werkstatt. Ist was größeres und dauert wohl ne Weile.

12 Oktober 2010

Zwillinge!

Nachdem ich, Mandy, gestern Morgen auf dem Markt war und mittags noch im Second Hand Laden, bin ich am Nachmittag mit einer großen Tüte Lebensmittel und Wickeltüchern ins Krankenhaus von Wewak gefahren. Das erste Mal...

Ich wollte einfach nach der Familie schauen, die Mathias am Samstag aus Anguganak eingeflogen hatte.

Sarah, die Frau eines Basemitarbeiters, entschied sich spontan, mitzukommen – nachdem sie mir zuvor ausführlich erklärt hatte, wo ich parken kann und wie ich die Neugeborenenabteilung finden kann. Ich war ganz froh um ihre Begleitung, denn als wir dann dort waren, hätte ich garantiert einen anderen Weg eingeschlagen, so wie ich ihre Beschreibung vorher verstanden hatte...

Als wir kamen, kam uns auch gerade der Vater und die ältere Tochter entgegen. Sie hatten gerade das Essen für die Familie zubereitet. Tanim Saksak und Kumugemüse.

Als sie uns erkannten, freuten sie sich und ebenso die Mutter. Sie und die Zwillingen waren wohlauf! Praise the Lord!


Im Zimmer, oder besser gesagt im „Saal“ stand ein Bett am anderen, 10 in auf der einen Seite vom Schwesterntisch, weitere 8 auf der anderen Seite. Und dann ums Eck nochmal 8. Von wegen Privatsphäre! Einige Mütter hatten erst an diesem Morgen entbunden.

In der Regel hatte jede irgendein Familienmitglied oder Wantok bei sich. In den Krankenhäusern ist nur die medizinische Versorgung gewährleistet. Verpflegung und Hygiene sind Privatsache. Oft schlafen die Angehörigen dann unterm Bett des Patienten, v.a. wenn es keine ortsansässigen Leute sind.

Da wird man schon beschämt, wenn man an die deutschen Krankenversorgung denkt. Beschweren wir uns da nicht oft auf einem viel zu hohen Niveau?


Zurück zu den Zwillingen. Es sind zwei Mädchen. Eines ca. 2 kg, das andere etwas weniger.

Namen hatten sie noch keine. Das ist nicht ungewöhnlich für Papua Neuguinea. Manchmal warten die Leute ein Jahr, bis sie ihrem Kind einen Namen geben – als Angst, dass es vorher stirbt. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt hier 45,9 auf 1000 Lebendgeburten (in Deutschland 3,99/1000).

Ich schaute noch an den Betten der anderen Mütter und Babys vorbei. Alle Kinder relativ winzig im Vergleich zu unseren deutschen „Wonneproppen“.

In der Zwischenzeit entschieden sich die Eltern, ihre Mädchen nach uns zu benennen. Also darf ich vorstellen: links das ist Sarah und rechts das ist Mandy. Welch eine Ehre!

Leider ist unser Compoundbus auf dem Rückweg vollends kaputtgegangen. Jetzt hoffe ich, ich, dass ich mein Versprechen, wiederzukommen, irgendwie halten kann.

Außerdem hoffen wir, dass die Familie noch bis Freitag im Krankenhaus bleiben kann, wenngleich es ihnen bereits jetzt schon recht gut geht. Am Freitag hat Mathias einen großen Baumaterial Charter, aber erst beginnend in Anguganak. Also das Flugzeug leer und bereits bezahlt, sodass die Familie einfach mitkönnte...

11 Oktober 2010

Bomben unter Kokospalmen

Am Sonntag fuhren wir mit zwei vollbeladenen Kleinbussen zum Strand. Ein Pilotenehepaar aus Mt. Hagen kam Tags zuvor mit einer Gruppe Niederländer, Mitglieder vom Vorstand von MAF Netherlands und Großspender. In den letzten 5 Tagen haben sie viel von der alltäglichen Arbeit hier im Land gesehen: Mt.Hagen, Rumginea, Telefomin, Tekin und nun Wewak. Heute morgen sind sie weiter nach Australien geflogen und bekommen nach einem kurzen Zwischenstopp in der MAF Asia Pacific Zentrale in Cairns noch einen Einblick in die Arbeit von MAF in Arnhem Land.


Solche Besuche sind für uns immer wieder nett und auch ermutigend. Vor 2 Wochen hatten wir auch den Geschäftsführer von MAF Schweiz zu Gast. Nun fragen wir uns, wann MAF Deutschland mal vorbeikommt....


Sonntag Morgen kam auch Mandys Schwester in Wewak an, nachdem sie eine Nacht unfreiwillig in Port Moresby verbracht hat, weil ihr Flug am Samstagabend gestrichen wurde. Sie wird uns die nächsten 2 Monate auf Trapp halten und sicher viel von unserm Alltag mitbekommen.

Nach einem Lunch in großer Runde gings gemeinsam zum Wom Beach. Immer auch eine attraktive Abwechslung für unsere einheimischen Familien auf dem Compound.

Nach Schwimmen, Schnorcheln, Muscheln sammeln gings noch ein paar Kilometer weiter einer schmalen Straße der Küste entlang. Rechts und Links nur Kokospalmen, Sagopalmen und allerlei andere Bäume und Sträucher. Alles dicht verwachsen. Hoffentlich kommt uns kein Fahrzeug entgegen.

Irgendwann dann eine Lichtung mit netten, relativ neuen Häusern. Zwischen Kokospalmen liegen dort wohl noch unzählige Bomben aus dem 2. Weltkrieg in der Erde. Die Japaner hatten hier wohl eines ihrer Lager.

Ein altes verrostetes Maschinengewehr stand noch da. Im Sand vergraben lag auch ein Landungsschiff der Japaner.

Schon ein komische Gefühl, wenn man da steht und jemand mit dem Spaten eine Bombe ausgräbt und nach noch weiteren in der Erde stochert. Der Mann sagte uns, dass sie die Bomben irgendwie aufbrechen, den Sprengstoff nehmen, in kleinen Portionen abpacken und für den Fischfang verwenden.

Mitte September war Mathias schon einmal unterwegs mit ein paar MAF-Mechanikern, die hier in Wewak Urlaub machten. Joel, einer der Basemitarbeiter kennt die Plätze. In der Nähe vom Flugplatz haben sie alte Flugabwehrgeschütze gefunden. Dort sind sie noch in besserem Zustand. Dabei haben sie auch erfahren, dass auch noch Flugzeugwracks im Busch liegen. Eines zu finden würde allerdings eine längere Wanderung, inklusive Übernachtung im Busch bedeuten. So spontan waren sie dann doch nicht...

Schon gewusst: Hier im Pazifik endete der 2. Weltkrieg erst im September 1945.

Siehe Blogeintrag vom 13. September...

In Wewak und um Wewak herum finden sich noch viele Zeugen dieser Zeit, z. B. Munitionstunnel, Bunker oder Flugabwehrgeschütze.

Ein langer Flugtag

Da das Wetter am vergangenen Freitag nicht fliegbar war, wurde das komplette Programm auf Samstag verschoben.

In Wewak wurde das Flugzeug beladen mit Frachtgütern für Missionare in Amanab: Lebensmittel, ein Spaten, Buschmesser und noch manches andere. Von da aus ging es leer nach Edwaki. Dort warteten einige Passagiere für Vanimo.

Aus normalerweise 25 Minuten wurde eine Stunde Bodenzeit in Vanimo. Zwei einheimische Passagiere hatten Fracht für Edwaki, 300 kg. Da alles in kleinen Portionen verpackt war, dauerte das Beladen so lange.

Von Edwaki ging es mit einem Passagier nach Magleri, wo ein Gesundheitshelfer zustieg. Beide mussten nach Anguganak. In Anguganak kam dann die Anfrage für einen Medevac nach Wewak. Mathias würde später noch einmal hier landen...

Noch gab es anderes Programm abzuarbeiten: Vier Passagiere aus Sibilange wollten zurück nach Lumi. Jim und Jean Thomas vom Tenkile-Projekt hatten einige Zeit in Sibilanga verbracht, um mit der Dorfbevölkerung zu arbeiten. Der Abflug war spannend. Zum einen kann Mathias nun nach seinem 250 Stunden Checkflug mehr Last aus vielen Plätzen ausfliegen. Die Start- und Landebeschränkungen wurden nach unten korrigiert oder fallen ganz weg. Da er zzt. einen Airvan ohne Turbolader hat, war es noch mal mehr interessant. Die Landebahn in Sibilanga ist eine der anspruchsvollsten in seinem Einsatzgebiet hier im Sepik: 7 % Steigung und nur gut 430 m lang. Kurz vorm Ende der Landebahn hob er ab und ließ die Baumwipfel unter dem Flugzeug vorbeigleiten. Alles im normalen Bereich!


Unser himmlischer Vater ist der Herr über alle Naturgewalten. Musste es deshalb Tags zuvor regnen, damit Mathias am späten Nachmittag noch in der Gegend war, um einen Medevak aus Anguganak nach Wewak zu fliegen?!...


In Anguganak gibt es zwar ein kleines Krankenhaus, aber dort war man überfordert. Die Nachgeburt kam nicht und nach der Zwillingsgeburt war die Mutter sehr geschwächt.

Sogar die Ambulanz kam pünktlich zum Flugplatz, um den Weitertransport ins Kankenhaus zu übernehmen. Trotzdem: auf der Krankenbahre war noch ein blutverschmiertes Laken. Ersatz war natürlich keiner vorhanden, ebensowenig Einmalhandschuhe. Wie gut, dass MAF da einen Vorrat hat... Und anstatt sich zu beeilen, fing der Krankenwagenfahrer an, die Familie nach ihren Daten zu fragen, um alles auf irgendeinem Fresszettel zu notieren. John, einer der Basemitarbeiter, hat sich etwas aufgeregt: Die Frau muss ins Krankenhaus mit den neugeborenen Zwillingen. Dort wird ja wohl genug Zeit sein, alles Formelle zu klären. Jetzt gilt es das Leben der Drei zu schützen und zu retten!

Rita, die Schwester der Neugeborenen und Joel, ein Basemitarbeiter, tragen die beiden Zwillinge zum Ambulance-Fahrzeug. Wie winzig die Kleinen! Und wie schwach.

Während die Familie ins Krankenhaus fährt, sitzt Mathias noch im Büro: Papierarbeit. Die Frachtpapiere und Tickets müssen noch vervollständigt werden. Bei so vielen Sektoren kommt einiges zusammen. Das Geld muss gezählt werden und ordnungsgemäß verbucht werden. Dafür ist in letzter Instanz John zuständig. Gegen 18.30 ist Feierabend. Ein Arbeitstag von 11,5 Stunden.

Mandy war auch am Flugplatz. Bereits gegen 17 Uhr. Aber da wussten weder John noch Mandy, dass Mathias noch für den Medevac nach Anguganak flog. Außerdem sollte Mandys Schwester 17.45 landen. Mathias wunderte sich schon, dass er die Fokker 100 von Air Niugini nicht im Funk gehört hatte. Und dies konnte er auch nicht: der Flug war gestrichen worden. Also nix mit Ausschlafen am andern Morgen: neue Landezeit: 6 Uhr morgens...

05 Oktober 2010

Willkommen


In Anguganak hat Mathias kürzlich zwei Missionarinnen der Liebenzeller Mission abgesetzt. Von einer Frauengruppe wurden sie herzlich mit Liedern empfangen.

Vom Flugzeug ins Kanu



Letzte Woche hatte Mathias mal wieder einen Trainingstag. Drei weitere Landeplätzen kann ern un anfliegen.
Zwei Passagiere und ein Sarg waren auf diesem Trainingsflug nach Hauna an Bord. Der Verstorbene war ein hoch angesehenes Stammesmitglied, der sich stark für die Entwicklung der Klinik und des Gesundheitssystems in dieser Gegend eingesetzt hat. Der Weitertransport zu seinem Dorf fand im Kanu statt.

26 September 2010

Mahlzeit!

Was es da wohl zum Abendessen gibt?

13 September 2010

Urlaub auf dem MAF Compound

... und das kommt immer wieder vor. Da wir hier zzt. zwei leerstehende Pilotenhäuser haben, nutzen einige MAF-ler aus dem Hochland oder auch andere PNG-Missionare die Gelegenheit, hier in Wewak ein paar Urlaubstage zu verbringen.

Dr. Addy, eine Inderin, und Dr. Sharon, ein „Kiwi“, kamen vor kurzem für ein medizinisches Symposium und ein paar Urlaubstage nach Wewak. Sie arbeiten im Krankenhaus in Rumginae. Dort im südlichen Flachland hat MAF auch eine Außenstation mit zwei Piloten, die mit ihrem Flugzeug der Krankenwagen und versorgen ein Gebiet so groß wie Süddeutschland. Für uns ist es immer wieder interessant, andere Missionare, ihre Geschichte, ihre Vision und ihren Dienst in PNG kennenzuler-nen.Vor allem wird daran auch deutlich, wie wichtig und notwendig der Flugdienst von MAF ist, gerade in Bezug auf die medizinische Versorgung in Notfallsituationen, wie Geburtskomplikationen, Schlangenbisse, Verletzungen mit Buschmessern etc.
Wer mehr wissen will über das Krankenhaus in Rumginea, sei auf einen Blogeintrag des dort stationierten MAF Piloten verwiesen:
Haus Sik Rumginea

Mathias´ Vertretungspilot (wir hatten noch Urlaub) erzählte, wie hart es für ihn am vergangenen Dienstag war, als er die beiden Doktorinnen nach Telefomin flog, wo sie noch ein paar Tage in der kühleren Hochlandluft genießen wollen. Mit den beiden Ärtztinnen an Bord flog er über ein vom Unwetter zerstörtes Dorf, ohne helfen zu können. Er wusste, dass das Dorf einen Medevac angefordert hatte. Eine Frau hatte zum Beispiel mehrere Knochenbrüche. Er hatte für den Platz keine Landeerlaubnis... Die MAF Twin Otter kam erst zwei Tage später.

Wie gesagt, zzt. sind drei junge Männer hier zu Gast und kommenden Montag kommt eine Familie, die seit 20 Jahren im Dienst für MAF steht und noch einmal zu den Anfängen ihrer Zeit in PNG reisen will, bevor sie Mitte des nächsten Jahres zurück nach Neuseeland reisen. Damals war Colin Mechaniker und Wewak das Hauptquartier von MAF PNG. Heute sind sind in Mt. Hagen im Hochland stationiert und er arbeitet dort als Qualitätsmanager.

Und dieser „Gästebetrieb“ ist es, der v.a. Mandys Alltag mitbestimmt. Sie muss die Anfragen mit Mt. Hagen koordinieren, die Häuser und schlussendlich den gesamten Compound sauber halten. Aber glücklicherweise hilft da die Hausmeri kräftig mit bzw. tut die eigentliche Arbeit in den Häusern und auf dem Grundstück. Aber auch das will organisiert sein und diktiert dann auch stückweit den Tagesablauf:
Naomi kommt um 8 Uhr und mit einer kleinen Andacht auf Tok Pisin starten sie in den Tag, noch ein wenig Small Talk und dann gehts an die Arbeit. 10 Uhr ist Frühstückspause, Mandy kocht Kaffee und richtet einen kleinen Imbis. Nach einer Stunde Mittagspause wird um 13 Uhr der nächste Arbeitsauftrag erteilt. 15 Uhr ist noch mal eine kleine Pause, um 17 Uhr Feierabend. Dann bekommt Naomi 2 Kina für den Bus. Zahltag ist immer aller 14 Tage am Freitag. Das ist landesweit so üblich hier in PNG.

Heute vor 65 Jahren

14 km westlich von Wewak ist der Cape Wom International Memorial Park. Hier lässt sich noch der alte japanische Landestreifen erahnen und hier wurde Geschichte geschrieben.
Am 13. September 1945 haben hier die Japaner kapituliert. Der japanische Leutnant General Adachi hat hier wohl die Kapitulationsdokumente unterschrieben und symbolisch dazu auch sein Schwert dem australischen Major General Robertson übergeben.

Eine kleine Palmenallee führt zu einer kleinen Gedenkstätte mit einer Gedenktafel, die einen kurzen Eindruck vermittelt, wie und wo die Japaner und Australier hier an der Nordküste Papua Neuguineas gekämpft haben.


Jede Palme steht für eine japanische Kompanie, gekennzeichnet mit einem kleinen Gedenkstein.
Außerdem finden sich noch ein paar Geschütze auf dem Gelände.

Ab und an bekommt MAF Anfragen von japanischen Gruppen, die über die Kriegsschauplätze geflogen werden wollen, wo ihre Verwandten in erbitterten Kämpfen das Leben ließen.
Blättert mal zurück in unserm Blog zum Eintrag vom 13. Oktober 2009. Da findet ihr näheres zu solch einem Flug. Mathias war damals mit der Twin Otter unterwegs.


Zurzeit haben wir drei junge Männer zu Gast auf dem Compound, zwei Mechaniker von MAF und ein Mitarbeiter von CRMF (Christian Radio Mission Fellowship). Der Großvater einers dieser Männer war damals bei der Kapitulation dabei, als australischer Soldat. So sind die drei in ihrem Wewakurlaub ein wenig auf den Spuren der Vergangenheit unterwegs und haben mittels des Internet so manche Plätze ausgemacht, wo wohl noch Wracks abgestürzter Flugzeuge oder Geschütze im Busch zu finden sind. Wir sind gespannt, was sie entdecken. Da Mathias diese Woche fliegt, kann er leider nicht mit auf diese Abenteuertour gehen.

Uns zieht es auch regelmäßig zum Cape Wom. Zum Schwimmen und Schnorcheln. Hier ist das Riff am schönsten und der Strand bietet schöne schattige Plätze unter großen Bäumen.
Gut geeignet auch zum Grillen bzw. für ein BBQ am Strand.